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Rezepte statt Code
Für einige Dienste, die ich für meine Familie und mich betreibe, veröffentliche ich keinen Quellcode. Stattdessen schreibe ich auf, wie sie gebaut sind: Ziel, Architektur, Entscheidungen, Fallstricke und einen Bauplan. Ein Rezept eben.
Der Grund ist einfach: Mit einem guten KI-Coding-Assistenten baut man aus so einem Rezept in wenigen Stunden etwas Gleichwertiges, passend für die eigene Domain, den eigenen Identity-Provider und die eigenen Vorlieben. Ein Fork meines Codes wäre dagegen voller Annahmen über meine Umgebung, die man erst wieder herausoperieren müsste. Das Rezept ist die eigentlich wiederverwendbare Arbeit.
Ein Nebeneffekt: Wer meinen Code nicht hat, kann ihn auch nicht automatisiert nach Fehlern durchsuchen. Darauf verlasse ich mich aber nicht. Die Dienste müssen auch dann sicher sein, wenn jemand weiß, wie sie gebaut sind. Deshalb gehören Sicherheitsprinzipien in die Rezepte, konkrete Prüfungen und Grenzfälle nicht.
Die Rezepte
So benutzt man ein Rezept
- Rezept lesen und entscheiden, was man davon wirklich braucht.
- Das Rezept (oder die relevanten Abschnitte) einem KI-Coding-Assistenten geben, zusammen mit den eigenen Rahmenbedingungen: Domain, Hosting, Identity-Provider, Sprache.
- Zuerst die Tests bauen lassen, dann die Funktionen. Beide Rezepte setzen auf End-to-End-Tests gegen die echte Laufzeitumgebung, ohne externe Dienste.
- Schritt für Schritt nach dem Bauplan vorgehen und die Fallstricke am Ende jedes Rezepts ernst nehmen. Die haben mich jeweils Stunden gekostet.